An der Basel HealthExpo 2026 führte ich ein soziales Experiment durch. Man durfte ungeniert wildfremde Leute anlächeln (ohne dabei schräg angeschaut zu werden) und wurde selber auch mit dem einen oder anderen Lächeln besonnt (ohne etwas zu schulden). Die Aktion stand unter dem Patronat des Humorforschers Prof. Dr. Willibald Ruch.
Lächeln und angelächelt werden – Wie war’s?
Schon mehr als ein Monat ist vergangen seit ich an der Basel HealthExpo’26 das soziale Experiment durchgeführt habe. Zeit, kurz darüber zu berichten.
Ein Volltreffer war’s!
Und zwar so sehr, dass man vom Schwarz in der Mitte nichts sieht: da ist ein Loch. Ein Datenloch, um genau zu sein.
Es funktioniert.
Rund 2000 Menschen haben mitgemacht.
Sie haben die Buttons mit grosser Offenheit angenommen und sich mit ihnen markiert. Es war allen rasch klar, dass keine versteckte Agenda hinter der Aktion steckt, und so liessen sie sich schnell auf die Freundlichkeit ein.
Die Leute haben gelächelt und zurückgelächelt, „Kaffee mit einem Lächeln bezahlt“, experimentiert und die Messe sichtbar aufgehellt. Wenn sich „Markierte“ zwischen den Ständen begegneten, war die Stimmung freundlich und verspielt.
Die Teilnehmenden waren querbeet: jung, alt, Männer, Frauen und Menschen ohne Geschlechtsangabe. Einige hatten das Experiment für sich praktisch den ganzen Messetag am Laufen, andere mit Unterbrüchen.
Ich redete mit vielen von ihnen. Die Rückmeldungen zeigen klar: Lächeln wirkt. Ein kurzes Grinsen reicht oft für ein spontanes Gespräch oder einen unerwartet tiefen Austausch, gerade mit älteren Menschen.
Viele merken erst durch die Aktion, wie oft sie ohnehin schon lächeln – und wie viel sie dafür zurückbekommen.
Für manche war das Experiment daher weniger eine grosse Erkenntnis als eine bewusste Betonung ihres normalen Verhaltens, nur mit mehr Augenmerk auf die Reaktionen.
Der Wermutstropfen
Der online-Fragebogen, den auszufüllen ich dringend gebeten hatte, verwaiste irgendwo auf einem Server. Ich weiss nicht, ob er müde weggelächelt oder halt einfach vergessen wurde.
Für eine wissenschaftliche Auswertung ist die Zahl der Rückläufe zu dünn. Die Möglichkeit nachzuhaken hatte ich nicht, da sich die Teilnehmenden nicht registrieren mussten.
Zahlenfreund:innen meinen: „Ohne Daten keine Erkenntnis.“
Doch das greift zu kurz. Die 2000 Teilnahmen sind mehr als eine Zahl – sie stehen für Begegnungen, kleine Momente des Innehaltens, für Überraschungen und die Bestätigung: Lächeln ist ultrasimpel, kostet nichts und hat eine grosse Wirkung auf Atmosphäre, Begegnungen und die eigene Stimmung.
Das Experiment liefert also keine belastbare Statistik, aber Geschichten und Eindrücke.
Diese Qualität bleibt in den Köpfen und Herzen der Teilnehmenden – und nicht in einer sauberen Tabelle mit Spalten, Zeilen und Mittelwerten.
Die Aktion hat gezeigt, wie viel da möglich ist.
regioTVplus besuchte mich an meinem Stand. Der Interviewer bekam natürlich gleich einen Button verpasst. 🤠
Und auch Regierungsrat Lukas Engelberger kam nicht drum rum:
Lächeln und angelächelt werden – Wie war’s?
Lächeln – und angelächelt werden
An der Basel HealthExpo 2026 führe ich ein soziales Experiment durch.
Hau Dir den Termin SA 30. Mai’26 in die Agenda und komm nach Basel!
Du darfst dann nämlich ungeniert wildfremde Leute anlächeln (ohne dabei schräg angeschaut zu werden) und wirst selber auch mit dem einen oder anderen Lächeln besonnt (ohne etwas zu schulden).
Die Aktion steht unter dem Patronat des Humorforschers Prof. Dr. Willibald Ruch.
Konflikte im Team? – Auf zur Schatzsuche!
Konflikte im Team – häufig und unangenehm.
Unterschiedliche Meinungen, Interessen und Bedürfnisse führen zu Spannungen, Streit und Unzufriedenheit. Wie damit umgehen?
Dieser Blogartikel geht auf die Hintergründe und Dynamiken von Konflikten ein, erwähnt einige Modelle und Lösungsansätze, bietet eine Anleitung um „die Sache“ selbst zur Hand zu nehmen.
Der ig-Nobelpreis
Der Ig-Nobelpreis ist die wohl bemerkenswerteste Auszeichnung in der Welt der Wissenschaft. Seit 1991 werden jährlich (kurz vor der Bekanntgabe der eigentlichen Nobelpreise) Forscher*innen verschiedener Kategorien geehrt. Das Ziel der Preise ist es, Arbeiten zu ehren, die «erst zum Lachen und dann zum Nachdenken anregen».
Der Newsletter der new bleibt
Ich habe den Newsletter, den ich zum Jahreswechsel von 2024 zu 2025 verschickt habe, in einen ganz kurzen Blogbeitrag verwandelt; denn inhaltlich kann er nicht veralten.
Kamala Harris und die Angst vor dem Lachen einer Frau
«Frauen, die in der Öffentlichkeit lachen, wurde immer schon ein Mangel an sozialer Zurückhaltung unterstellt oder gar Hysterie oder Wahnsinn. Rechtskonservative betonen, das Lachen von Harris habe mit ihrer psychologischen Verkommenheit zu tun oder mit einer Enthemmung, die mit Drogenkonsum zusammenhänge. Damit wollen sie im Unterbewusstsein der Menschen eine ganz bestimmte Reaktion auslösen: Ekel.»
Humor. 😐
Mitten in im komplexen, herausfordernden, tragischen Matsch dieser Welt glänzt der Humor. Er pulverisiert Grenzen, verbindet Menschen und stiftet gesunde, wohltuende Verwirrung. Er heilt, verletzt, hinterfragt, lässt Königen die Hose runter und rettet durch schwierige Zeiten.
Ein entspannter Kurztrip zu den Anfängen der Menschheit, zu den Göttern und Denkern der Antike, ins finstere Mittelalter und in die Studierstuben der Philosophen der Moderne.
Und die Antwort auf die Frage, warum der Humor Humor heisst.
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