In der Schweiz möchte in absehbarer Zeit ein Viertel aller Angestellten die Stelle wechseln!

Die Arbeit gefällt zwar – aber dem Chef, der Chefin fehlt es an Führungsqualitäten.
In einer PWC-Studie werden insbesondere der Mangel an Fairness, menschlicher Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Ehrlichkeit beklagt.
Die Führungskultur bestimmt das Klima im Team oder gar im ganzen Unternehmen.

Das bewirken Sie als fairer Chef oder als faire Chefin:

•  Die Mitarbeitenden fühlen sich gerecht behandelt und sind daher eher motiviert, sich aktiv für ihre Arbeit einzusetzen. Situationsbedingt sind sie bereit, sich zusätzlich „ins Zeug zu werfen“, da sie wissen, dass Sie ihre Leistungen fair bewerten.

•  Gerechte Behandlung fördert das Vertrauen der Mitarbeiter in die Organisation und in Sie. Wenn sie das Gefühl vermitteln, dass Sie Entscheidungen transparent und fair treffen, steigert dies die Zufriedenheit der MA mit ihrem Arbeitsplatz und pulverisiert die Angst vor Benachteiligung.

•  Das so gewonnene Vertrauen fördert ein positives Arbeitsklima, was wiederum die gute Teamarbeit begünstigt. Mitarbeitende sind eher bereit, sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Belohnungen und Anerkennung fair verteilt werden.

•  Es ist klar, dass eine gute Team-Atmosphäre ein schlechter Nährboden für Konflikte ist. Unangenehme Entscheidungen, die Sie treffen müssen, werden von Ihren Leuten eher akzeptiert, wenn sie auf offensichtlich faire Weise getroffen wurden.

•  Eine Kultur der Fairness stärkt die Mitarbeiterbindung und macht das Unternehmen für potenzielle neue Mitarbeiter attraktiver. Man arbeitet gerne in einem Unternehmen, das Fairness und Gerechtigkeit spürbar lebt.

Kurz: Wenn Ihnen Fairness wichtig ist, schaffen Sie eine Win-Win-Situation für das Unternehmen und die Mitarbeitenden, denn sie stärkt die Arbeitsmotivation, das Vertrauen und die Zufriedenheit, und sie erzeugt eine gute Teamdynamik.

Sie sind natürlich fachlich kompetent.

•  Sie treffen fundierte und gut durchdachte Entscheide. Sprich: Sie verstehen es, relevante Informationen zu sammeln und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Beim Entscheiden haben Sie sowohl den langfristigen Erfolg des Unternehmens im Blick wie auch das Wohl aller Beteiligten.

•  Sie wissen die Mitarbeitenden zu inspirieren und anzuleiten. Sie kennen die Stärken der einzelnen MA und können sie entsprechend fördern.

•  Sie können Informationen, Ziele und Erwartungen klar und verständlich formulieren. Dabei haben Sie ein Ohr für die MA-bedürfnisse und gehen bestmöglich auf sie ein.

•  Sie behalten den Überblick über die Vielzahl an Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Das Zeitmanagement haben Sie im Griff, Sie setzen Prioritäten und die Arbeitslast bewältigen Sie effizient.

Bleiben noch die „menschlichen Kompetenzen“, die Sie zu einer guten Führungskraft machen:

•  Sie sind empathisch und können sich in die Lage anderer Menschen versetzen – was Ihnen hilft, Gefühle, Bedenken und Perspektiven zu verstehen. Darauf gestützt handeln Sie mitfühlend und unterstützend. Die MA schenken Ihnen Vertrauen, es entsteht Bindung.

•  Sie erkennen Konflikte im Ansatz und wissen sie zur richtigen Zeit konstruktiv zu lösen. Sie verstehen sich in Mediation und schaffen es, in unangenehmen Situation eine offene Haltung zu bewahren.

•  Sie arbeiten gerne mit anderen Menschen zusammen und fördern die Teamarbeit. Sie binden die MA mit Augenmass in Prozesse ein, und berücksichtigen ihre Ideen und Vorschläge.

•  Sie sind offen für neue Ideen und bereit zur Veränderung. Sie mögen sinnvolle Innovationen und haben wenig Mühe mit der sich ständig verändernden Arbeitswelt.

•  Sie verkörpern Integrität und Authentizität, man nimmt Sie als ehrlich, und vertrauenswürdig wahr. Sie werden für Ihre klaren Werte respektiert und lassen sich im Handeln wird von diesen leiten.

•  Sie fördern die berufliche und persönliche Entwicklung Ihrer MA. Sie verfügen über das Geschick, Menschen ihr Potenzial zu entfalten zu lassen.All diese Kompetenzen tragen dazu bei, dass Sie nicht nur wirkungsvoll führen, sondern auch ein förderliches Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich die Mitarbeitenden geschätzt, unterstützt und motiviert fühlen.

Erkennen Sie sich wieder?

Wenn Sie soeben konstant und zustimmend genickt haben, sind Sie der Ideal-Chef bzw. die Ideal-Chefin schlechthin!

Vielleicht haben Sie aber bei der einen oder anderen Stelle die Stirn gerunzelt und sich eingestanden, dass Sie sich bei einzelnen Themen nicht unbedingt Bestnoten geben.

Das ist nicht selbstverständlich: Sie sind in der Lage, sich selber ehrlich zu reflektieren.

Diese Ehrlichkeit ist die einzige Instanz, die Sie dazu verführen kann, die „Arbeit“ auf sich zu nehmen und Aspekte Ihrer Persönlichkeit kennen zu lernen, die Sie bisher nicht im Blick hatten.

Um auf die grassierende Unzufriedenheit vieler Angestellten zurück zu kommen:

Wenn Sie ein Team oder eine Firma leiten und sich die Unzufriedenheit womöglich gegen Sie bzw. Ihren Führungsstil richtet, können Sie ihr entgegenwirken, wenn Sie den Blick auf das eigene Verhalten riskieren und gewillt sind, sich auf die eine oder andere persönliche Veränderung einzulassen.

Ein aussenstehendes, ehrliches Gegenüber kann Ihnen dabei eine grosse Hilfe sein. Es stellt Ihnen die Fragen, die sonst niemand stellt und äussert die Gedanken, die – Ihnen nahe stehende – Personen zurück halten.

Ein solches Gegenüber wünsche ich mir

Von Hunden, Schweinen und Schweinehunden

Von Hunden, Schweinen und Schweinehunden

„Wir kreieren erst unsere Gewohnheiten und dann kreieren unsere Gewohnheiten uns.“
Das sagte vor ungefähr 350 Jahren John Dryden, ein englischer Dramatiker.

In diesem Artikel geht es um gute und schlechte Gewohnheiten – und um die Schwierigkeit, sie in die eine oder andere Richtung zu ändern.

Wenn Änderungsversuche scheitern, wird gerne der innere Schweinehund dafür verantwortlich gemacht.

Er bekommt darum hier die Aufmerksamkeit, die er verdient. Und ich verrate Dir, wie Du mit umgehen kannst.

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Francesco Muzio  •  Bern
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